„Betrachtet man mit Schönert Wissenschaftskommunikation als eine besondere Form der sozialen Interaktion, in der Wissen in einer Vielfalt von Kommunikationsprozessen erarbeitet wird, so stellt sich für die internationale Wissenschaftskommunikation verstärkt die Frage nach der Reichweite der Geltungsansprüche, an denen Wissenschaftswissen geprüft wird.

Mit der vermeintlichen ‚Universalität‘ dieses Wissenschaftswissens geraten nationale, kulturelle und regionale Besonderheiten häufig aus dem Blick. Ziel einer auf Interkulturalität ausgerichteten Wissenschaftskommunikation ist es, die spezifischen Prägungen unterschiedlicher Wissenschaftskulturen durch geeignete Prozesse der Wissenschaftskommunikation unter dem Aspekt der Internationalität so aufeinander zu beziehen, dass dadurch die Austauschvorgänge in den Wissenschaften bereichert werden.“

 

Barbara Dengel und Andrea Bogner: Der ‚polyglotte Dialog‘ auf dem Prüfstand: Zur Praxis interkultureller Wissenschaftskommunikation am Beispiel eines trinationalen Workshops in Hamilton, Neuseeland. In: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache 31 (2005), 249–266, hier S. 249f.