Zusammenfassung

Zur Erhaltung und Stärkung von Mehrsprachigkeit in Europa sind besondere Strategien und Maßnahmen vonnöten. Entwicklungen in der außerschulischen bzw. -institutionellen Sprachenwirklichkeit setzen neue Öffnungen und Grenzüberschreitungen in der schulisch-institutionellen Sprachen- und Kulturvermittlung voraus: Plurilingualität und Interkulturalität als Kernbereiche der europäischen Sprachenbildungspolitik implizieren, dass die Bildungsgestaltung immer mehr um die wahren Charakteristika der sie umgebenden Realität bedacht sein will – und muss. In der Bildungspraxis generell zeigt sich dies an den Bemühungen um Kompetenzorientierung und Brückenschläge zwischen formellem und in- bzw. non-formellem Lernen, im Bereich der (Fremd-) Sprachenbildung etwa an der Beliebtheit des integrierten Sprachen- und Fachlernens (CLIL), sowie den immer vielfältigeren Einsatzmodi von computermedialen Hilfsmitteln in der schulischen Gestaltung (fremd-) sprachlicher Erlebnis- und Lernwelten. Das Konzept LangPerformist darum bemüht, einige aktuelle Entwicklungsansätze, Richtlinien und Stützinstrumente der europäischen Sprachenbildung mittels innovativer IKT-Anwendungen zu „bündeln“, für die Bildungspraxis leichter zugänglich zu machen und damit traditionelle Grenzziehungen zwischen dem schulischen und außerschulischen Sprachen- und Kulturerwerb zu relativieren.