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Zusammenfassung

Einleitend wird die wissenschaftsgeschichtliche Dimension der Begriffe Inkorporation und Polysynthese angesprochen und auf die Interpretation beider vor dem Hintergrundsyntaktischer Produktivität verwiesen. Für das Deutsche wurde eine strukturelle Ähnlichkeit zur verbalen Wortbildung postuliert, die sich in der Übernahme des Begriffs Inkorporation für bestimmte Verfahren der verbalen Wortbildung im Deutschen niederschlug. Im zweiten Abschnitt werden Verfahren inkorporierender Sprachen vorgestellt, die im dritten Abschnitt mit der verbalen Wortbildung des Deutschen verglichen werden. Der vierte Abschnitt widmet sich der Andersartigkeit polysynthetischer Sprachen.

Zusammenfassung

Durch die gemeinsame Zugehörigkeit zu den Westgermanischen Sprachen weisen das Deutsche und das Englische im Bezug auf Wortarten auf den ersten Blick mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede auf. Bei einer näheren Untersuchung lässt sich aber feststellen, dass, obwohl im Bereich der Hauptwortarten viele Gemeinsamkeiten zu finden sind, die Nebenwortarten im Deutschen und Englischen sehr unterschiedlich strukturiert sind. Der folgende Beitrag ist ein Versuch, diese Unterschiede aus sprachtypologischer Sicht aufzuarbeiten, wobei der Schwerpunkt auf die Kategorien gelegt wird, die nur in einer der beiden Sprachen vorhanden sind. Anschließend wird auf einige der daraus folgenden anwendungsorientierten Probleme für die Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache eingegangen.

Zusammenfassung

Die Grammatik der Wortarten kann im DaF-Unterricht unter bestimmten Bedingungen als didaktische Ressource genutzt werden. Der Beitrag belegt diese These, indem er von ostafrikanischen Deutschlernern ausgeht, deren spezifische Erfahrungen beim gesteuerten Fremdsprachenlernen in multilingualen Gesellschaften didaktisch ebenso genutzt werden können wie strukturelle Ähnlichkeiten, die zwischen dem Deutschen und den Bantu-Sprachen trotz ihrer typologischen Verschiedenheit bestehen.

Zusammenfassung

Das Deutsche und Albanische weisen erhebliche strukturelle Differenzen hinsichtlich der Realisierung der operativen Prozedur der Determination auf. Mittels der Determination nimmt der Sprecher ein Wissen als mit dem Hörer gemeinsames Wissen in Anspruch. Für die kommunikative Inanspruchnahme geteilten Wissens hat sich im Deutschen das Artikelsystem herausgebildet, das für DaF-Lerner eine große Herausforderung darstellt. So auch für albanischsprachige Deutschlerner, denn das Albanische kennt keinen definiten Artikel, sondern hat ein Suffix, das Determinationspotenzial hat und Substantiven angehängt wird. Im Deutschen wird Determination syntaktisch hergestellt, im Albanischen dagegen morphologisch. Indefiniter sowie Nullartikel des Albanischen weichen in ihrer Form ebenfalls von ihren deutschen Äquivalenten ab.