Zusammenfassung

Selbstlernzentren genießen zunehmende Aufmerksamkeit in der Fremdsprachenlern-und -lehrpraxis sowie in der Forschung. Auch an deutschsprachigen Hochschulen werden sie immer zahlreicher. An vielen Institutionen haben sie jedoch nach wie vorkeinen klar definierten Status und sind in das Lehr- und Lernangebot in sehr unterschiedlicher Weise eingebunden. In diesem Beitrag wird beschrieben, wie ein Selbst-lernzentrum als Wegbereiter zur Autonomie dienen und Studierende (und Lehrende) dabei unterstützen kann, neue Lernmöglichkeiten zu entdecken und sich in einemselbstgesteuerten, lernerzentrierten Lernprozess zu orientieren. Um diese Funktion auszuüben, müssen Selbstlernzentren einige Voraussetzungen erfüllen: ein pädagogisches Rahmenkonzept, Verzahnung zwischen Lernen im Unterricht und selbstständigem Lernen, Begleitung selbstständiger Lernprozesse in verschiedenen Formen, Anregung zu und Begleitung von sozialem Lernen. Ein so konzipiertes Selbstlernzentrum ist mit Herausforderungen konfrontiert; es bietet jedoch Lernenden und Lehrenden zahlreiche Chancen für ihre (Weiter-)Entwicklung.

Zusammenfassung

Als Sprachlehrende wie auch Forschende im Bereich der Lernerautonomie erfahren wir oft, dass gut gemeinte Projekte zur Implementierung von Lernerautonomie fehlschlagen. Der vorliegende Beitrag versucht zunächst, Lernerautonomie aus drei Perspektiven zu definieren. Wir wollen dann anhand der Beschreibung von zwei Unterrichtsszenarien versuchen, herauszufinden, warum die Implementierung von Lerner-autonomie im einen Fall fehlschlug und im anderen Fall erfolgreich war. Darauf aufbauend geben wir konkrete Empfehlungen ab, welche Faktoren für den Erfolg und Misserfolg von autonomen Lernszenarien entscheidend sind. Welche Rolle spielt eine wie auch immer zu definierende Technologie bei Szenarien autonomen Lernens? Welche Rolle fällt der Lehrperson zu und welche Rollen kann und sollte sie nicht übernehmen? Wie ist die Rolle der Lernumgebung zu bewerten, gerade und auch in einer Zeit, in der immer mehr von mobilen Lernszenarien die Rede ist?

Zusammenfassung

In Zeiten des vermehrten Technologieeinsatzes im Unterricht, wird dem Konzept des Blended Learning (d. h. Verzahnung zwischen Präsenzunterricht und digitalen Lern- /Lehrszenarien) auch im hochschulischen Kontext immer mehr Bedeutung beigemessen. Der vorliegende Beitrag versucht, aktuelle Tendenzen beim technologieunter-stützten hochschulischen Fremdsprachenlernen (z. B. DaF, Englisch) vorzustellen, die Unterschiede zwischen selbstorganisiertem, selbstgesteuertem und selbstreguliertem Blended Learning herauszuarbeiten und Lern- / Lehrszenarien mit internetbasieren-den bzw. mobilen Anwendungen in einen konkreten didaktisierten Kontext zu bringen. Zentrale Frage ist dabei, wie Blended-Learning-Lehre in unterschiedlichen hochschulischen Sprachlehrveranstaltungen durchgeführt werden kann.

Zusammenfassung

Blended Learning wird im Fremdsprachenunterricht zunehmend eingesetzt. In diesem Beitrag werden Ansätze erörtert, mit denen Lernerautonomie in Blended-Learning-Kontexten gefördert werden kann. Dabei stehen Entscheidungsfreiheit und kollaboratives Lernen im Mittelpunkt. Außerdem werden die Herausforderungen thematisiert, die die Förderung von Lernerautonomie in Blended-Learning-Kontexten an die Lehrenden stellt. Lehrende müssen sich der Anforderungen der verschiedenen Elemente des Blended Learning bewusst sein, und sie müssen die affektiven Aspekte verstehen lernen, die beim Einsatz bis dahin unbekannter Werkzeuge wie z. B. synchroner und asynchroner Onlinekommunikationsmodi oder bei der Entwicklung von kollaborativen Aufgaben für Lernende und Lehrende eine Rolle spielen. Lehrende stehen vor der Aufgabe Wege zu finden, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Wie dies erfolgreich umgesetzt werden kann, wird an Beispielen von Lerner- und Lehrer-erfahrungen aus verschiedenen Untersuchungen illustriert.